Physiotherapeutische Behandlung bei Rundrücken

Die Ursachen für die Entstehung eines Rundrückens, auch Hyperkyphose genannt, sind vielfältig. Einerseits tritt dieser als Folge von Erkrankungen wie Morbus Scheuermann, Morbus Bechterew oder auch degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen auf. Als eine der häufigsten Ursachen gelten jedoch „Fehlhaltungen“ oder auch „Haltungsschwächen“. Diese sind häufig auf einseitige Belastungen im Alltag, in Kombination mit unzureichender Bewegung zurückzuführen.

Folgende Auffälligkeiten können bei Personen mit Rundrücken beobachtet werden:

  • verminderte Beweglichkeit der Brustwirbelsäule
  • Kraftdefizit der Rückenstrecker
  • reduzierte Kraft der Schulterblattfixatoren
  • verkürzte Brustmuskulatur


Die physiotherapeutische Behandlung von Patientinnen und Patienten mit haltungsbedingtem Rundrücken umfasst folgende Schwerpunkte:

 

  • Verbesserung der Beweglichkeit der hypomobilen Wirbelsäulenabschnitte und Extremitätengelenke
  • Detonisierung und Dehnung der verkürzten Muskulatur wie beispielsweise Brust- und Bauchmuskulatur
  • Verbesserung der Muskelkraft der korrigierend wirkenden Muskulatur wie beispielsweise Rückenstrecker und Schulterblattfixatoren
  • Haltungsschulung

 

Um die genannten Ziele zu erreichen, werden sowohl passive als auch aktive Behandlungsmaßnahmen eingesetzt. Auch die Erlernung einen individuellen Heimübungsprogramms steht im Vordergrund um langfristige Verbesserungen zu erreichen.